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Warum sich Industrieunternehmen zunehmend 3D-gestützten CPQ-Workflows zuwenden

Industrieunternehmen haben es mit zunehmend komplexen Produkten, engeren Fristen und Kunden zu tun, die von Anfang an Klarheit erwarten. Das hat viele Teams dazu bewegt, nach Werkzeugen zu suchen, die den Vertriebsprozess leichter handhabbar machen. Für viele beginnt dies mit moderner cpq-software, die eine 3D-Konfiguration im Angebotsprozess integriert. Sie taucht heute häufiger in Gesprächen auf, weil sie Vertriebsteams dabei hilft, Produkte präzise darzustellen, ohne die langen, mühsamen Abstimmungen, die früher alles verzögerten.

Die 3D-Konfiguration innerhalb von CPQ-Systemen gibt Käufern und Vertriebsteams einen klaren Blick auf das, worüber sie sprechen. Statt sich auf Skizzen, technische Datenblätter oder Beschreibungen zu verlassen, die auf verschiedene Weise verstanden werden können, zeigt ein 3D-Modell das Produkt so, wie es ist – Form, Größe, Materialien, Optionen und mögliche Einschränkungen. Dieser einfache Unterschied nimmt viel von der Unsicherheit, die normalerweise mit individuell angepassten Industrieprodukten verbunden ist.

Ein klarerer Weg durch die Produktkomplexität

Industrieprodukte gibt es nur selten in einer einzigen Variante. Maschinen, Baugruppen und modulare Systeme umfassen oft unzählige Optionen. Jede Option beeinflusst die nächste: Ein größerer Rahmen kann einen anderen Motor erfordern, ein bestimmtes Material kann die Betriebstemperatur begrenzen oder ein bestimmter Aufsatz passt möglicherweise nicht zu einer gewählten Konfiguration.

Viele Jahre lang bedeutete das, dass Vertriebsteams stark auf Ingenieure angewiesen waren, um Details zu bestätigen. Ein Kunde forderte ein Angebot an, die Technik prüfte die Konfiguration, kam mit Korrekturen zurück – und der Zyklus begann von vorn. Dieser Prozess war nicht deshalb mühsam, weil Menschen langsam arbeiteten, sondern weil es für Vertriebsteams kaum möglich war, jede einzelne technische Regel hinter jedem Produkt zu kennen.

Ein 3D-gestützter CPQ-Workflow verändert das. Wenn jemand eine Option auswählt, erlaubt oder blockiert das System diese Entscheidung einfach anhand der bereits hinterlegten Regeln. Funktioniert die Auswahl, aktualisiert sich das 3D-Modell. Funktioniert sie nicht, verhindert das System sie und führt den Nutzer zu gültigen Alternativen. Dadurch bleibt das Gespräch zielgerichtet, und Fehler, die früher erst am Ende des Verkaufsprozesses auffielen, werden vermieden.

Warum sich immer mehr Unternehmen für visuelle Produktwerkzeuge entscheiden

unternehmer produktwerkzeug

Mehrere Veränderungen im Markt haben 3D-gestützte CPQ-Lösungen für Industrieunternehmen attraktiver gemacht:

  1. Kunden erwarten schnelle Antworten
    Lange Wartezeiten auf Angebote werden nicht mehr akzeptiert. Käufer wollen klare und sofort verfügbare Informationen.
  2. Mehr Aufträge beinhalten individuelle Anpassungen
    Statt einfacher Katalogbestellungen erfordern viele Projekte heute angepasste Größen, Materialien oder Leistungsstufen. Manuelle Konfiguration lässt sich dafür kaum noch sinnvoll einsetzen.
  3. Visuelle Klarheit senkt das Risiko
    Wenn Kunden das genaue Produkt sehen können, fordern sie später seltener Änderungen an oder missverstehen den Umfang der Lieferung.
  4. Interne Teams sparen Zeit
    Ingenieure verbringen weniger Zeit mit der Prüfung von Angeboten, weil ungültige Konfigurationen gar nicht erst bei ihnen landen.

Der schrittweise Ablauf eines 3D-CPQ-Systems

Ein typischer Ablauf mit 3D-CPQ ist unkompliziert:

  • Der Verkäufer oder Kunde wählt ein Basismodell aus.
  • Optionen werden hinzugefügt – Abmessungen, Module, Materialien, Funktionen.
  • Das 3D-Modell aktualisiert sich sofort.
  • Die Preise passen sich bei jeder Änderung an.
  • Ungültige Kombinationen werden automatisch blockiert.
  • Sobald alles bestätigt ist, erstellt das System ein sauberes, präzises Angebot.

Damit entfallen lange E-Mail-Ketten, wiederholte Korrekturen und unklare Zeichnungen. Stattdessen wird die Konfiguration zu einem gemeinsamen Bezugspunkt für alle Beteiligten.

Wie Technik und Produktion reibungsloser zusammenarbeiten können

Die Vorteile enden nicht beim Vertrieb. Sobald eine Konfiguration freigegeben ist, können dieselben Daten genutzt werden, um Technik und Produktion zu unterstützen:

  • Stücklisten können automatisch erstellt werden.
  • Zeichnungen und technische Details lassen sich ohne manuellen Aufwand generieren.
  • Die Produktionsteams erhalten von Anfang an korrekte Informationen.
  • Das Risiko, etwas Falsches zu bauen, wird erheblich verringert.

Diese Verbindung zwischen dem Verkaufsgespräch und dem Fertigungsbereich ist einer der Hauptgründe, warum Industrieunternehmen visuelles CPQ einführen. Sie schafft eine konsistente und verlässliche Verbindung zwischen dem, was verkauft wurde, und dem, was letztlich gebaut werden muss.

Ein besseres Einkaufserlebnis für Industriekunden

Viele industrielle Käufer sind Experten, aber selbst Experten schätzen klare Visualisierungen. Wenn sie ein Modell drehen, heranzoomen oder überprüfen können, wie Komponenten zusammenpassen, erhalten sie ein besseres Verständnis dafür, was sie auswählen. Dies hilft auch, wenn der Käufer die Lösung seinem eigenen Team präsentieren muss – klare Visualisierungen erleichtern interne Genehmigungen.

Für Käufer, die mit den technischen Details weniger vertraut sind, nimmt ein 3D-Modell viel Druck weg. Sie können Optionen erkunden, ohne raten zu müssen, und sofort sehen, wie sich jede Entscheidung auf das endgültige Produkt auswirkt.

Wohin sich 3D-getriebene CPQ entwickelt

Die Einführung von visuellem CPQ wächst weiter, aber die Richtung ist klar. Immer mehr Hersteller nutzen es, um komplexe Produkte zu handhaben, Verkaufszyklen zu verkürzen und interne Reibungen zu reduzieren. Während Unternehmen ihre Abläufe weiter modernisieren, wird die 3D-Konfiguration eher zu einer praktischen Notwendigkeit als zu einem besonderen Zusatz.

In Zukunft könnten diese Systeme mit weiteren Tools wie Augmented Reality, digitalen Zwillingen oder Echtzeit-Simulation kombiniert werden. Aber schon heute löst 3D-getriebenes CPQ ein einfaches, hartnäckiges Problem: Es hilft Menschen zu verstehen, was sie kaufen, und stellt sicher, dass das Verkaufte ohne Komplikationen gebaut werden kann.

Für Industrieunternehmen, die sich mit komplexen Produkten und anspruchsvollen Kunden auseinandersetzen, wird diese Klarheit zu einem der wertvollsten Teile des Verkaufsprozesses.

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