Manche Buchmenschen finden nicht sofort zum Lesen. Dafür bleiben sie umso leidenschaftlicher, wenn sie einmal angekommen sind. Bei Verena Voß begann alles mit High Fantasy, Ursula Le Guin, Kai Meyer und Tad Williams. Aus dieser Fantasyliebe wurde später ein eigener Platz in der Bookbubble.
Heute verbindet Verena Voß als Buchhändlerin und Social Media Managerin ihre Liebe zu Geschichten mit einem klaren Blick für Authentizität. Im Interview erzählt sie, weshalb Fantasy für sie nie an Reiz verliert, warum sie Bücher nur selten abbricht und weshalb angehende Blogger vor allem eines nicht vergessen sollten: sich selbst treu zu bleiben.
Verena Voß im Interview
Wann hast du angefangen zu lesen und wann wurde daraus mehr als nur ein Hobby?
Das war ein wirklich sehr langer Prozess! Ich kam recht spät zum Medium Buch. Erst Mitte/ Ende 20 entdeckte ich die große Welt des High-Fantasy Genres.
Einige Jahre später fand man mich auf Instagram. (Ja, ich bin immer recht spät in solchen modernen Dingen!) Hier war die Intention, Urlaubsbilder zu posten, bis ich recht schnell feststellen musste, dass ich ja gar nicht so viel unterwegs war zur damaligen Zeit. ^^
Irgendwann rutschte ich unerwartet in die Insta-Bookbubble und lernte in den kommenden 10 Jahren so einiges, was eine gute und authentische Bloggerin ausmacht.
Gibt es ein Buch, das dich besonders geprägt hat oder dich „in die Bücherwelt gezogen“ hat?
Oh ja! Da sind 3 Namen zu nennen. Die Geschichte bzw. der Klassiker „Erdsee“ von Ursula Le Guin war der Beginn einer sehr großen Fantasyliebe! Dann entdeckte ich die Bücher von Kai Meyer und Tad Williams und bin diesem Genre komplett verfallen. Bis heute!
Wie wählst du deine Bücher aus – eher spontan wegen Cover, Klappentext oder Empfehlungen?
Sowohl als auch. Manchmal bin ich ein Coverkäufer, manchmal packt mich der Klappentext und manchmal ist es einfach der Hype wie bei „Alchemised“ zum Beispiel.
Welche Genres oder Themen ziehen dich immer wieder an? Gibt es auch Dinge, die du bewusst meidest?
Fantasy, klar! Und gute Belletristik (um das jetzt im Detail zu schildern reicht der Platz nicht aus 😁), böse Thriller und klassische Literatur.
Liest du jedes Buch bis zum Ende oder brichst du auch mal eines ab? Wenn ja, wann entscheidest du das?
Also….Ich habe wirklich vor jedem geschriebenen Werk einen heiden Respekt! Ich breche wirklich ganz selten ein Buch ab und wenn, dann kommt das vielleicht 1 oder 2 mal im Jahr vor, aber dann muss schon viel Negatives zusammenkommen.
Verena Voß bleibt sich selbst treu
Welche Autor:innen hast du zuletzt neu entdeckt und was begeistert dich an ihnen?
Florian Illies -> Ein Kunsthistoriker, der unglaubliche atmosphärische Chroniken schreibt.
Einige japanische Autor:innen. Ich liebe die japanische Literatur sehr und lese immer wieder neue Schriftsteller:innen aus diesem Bereich.
Wie und warum hast du deinen Bookstagram-Account gestartet?
Ich lese, seit ich auf Bookstagram bin, deutlich mehr und deutlich vielseitiger und ich liebe das sehr!
Wie hat Bookstagram deine eigenen Lesegewohnheiten verändert?
Authentizität, Glaubwürdigkeit, Charme und das gewisse Etwas. Da ist das Genre erstmal egal. Was das gewisse Etwas ist, kann ich selbst nicht mal wirklich benennen.
Was macht für dich einen Account wirklich interessant – was bringt dich dazu, jemandem zu folgen?
Wenn es mich packt und dabei keine Grenzen überschreitet. (z.B im Thrillerbereich)
Was überzeugt dich, ein Buch aktiv weiterzuempfehlen oder darüber Content zu machen?
Wenn es mich packt und dabei keine Grenzen überschreitet. (z.B im Thrillerbereich)
Welche Art von Kooperationen mit Autor:innen oder Verlagen findest du spannend und welche eher nicht?
Kooperationen sind grundsätzlich eine tolle Möglichkeit, um sich gegenseitig wertzuschätzen. Wenn man vorab die Rahmenbedingungen nennt und einhält, ist alles fein.
Leider gibt es auch Verlage und Schriftsteller:innen, die dich als Blogger/Influencer für Reichweite nutzen (mich nicht, bin viel zu klein) selbst aber nichts zurückgeben.
Das ist respektlos und gehört sich nicht.
Welche Tipps würdest du angehenden Bookstagrammer:innen oder BookTok-Creators geben?
Bleib du selbst! Egal wie toll du andere Accounts finsest, du darfst niemals versuchen so zu sein wie andere Blogger:innen. Das wird nicht funktionieren.
Und immer dran denken: Lesen ist sexy!
Was ist der ungewöhnlichste Ort, an dem du jemals gelesen hast?
Nicht ungewöhnlich, aber speziell. In einem Lesehotel in den Bergen. Absolute Ruhe und Privatsphäre. Irre.
Wenn du selbst ein Buch schreiben würdest – worum würde es gehen?
Es würde von dunklen Elfen, verschollenen Drachen, sturen Zwergen, neunmalklugen Möchtegern-Helden und verlorenen Träumen handeln. *träum*
Mehr von Verena Voss gibt es auf Instagram mit Fantasy, Buchliebe und ehrlichen Einblicken aus ihrer Bookbubble.














